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Es ist so weit – Dein Hund zieht ein

2020-05-22 17:28:00 / Produkttipps & Empfehlungen / Kommentare 0

Endlich ist die lange Wartezeit vorbei. Der langersehnte Tag ist zum Greifen nah und ein neuer Abschnitt in deinem Leben beginnt. Du hast dir vor einigen Tagen oder Wochen den für dich passenden Liebling ausgesucht? Dich sofort in ihn verliebt? Und hättest ihn gleich am liebsten direkt mit nach Hause genommen? Vielleicht hast du die Wartezeit gut genutzt und dich schon mal um die Grundausstattung deiner Fellnase gekümmert. Alles ist startklar. Jetzt fehlt nur noch dein Hund!

Ist auch alles hundesicher?

Neben der frisch eingekauften Grundausstattung muss auch dein Zuhause – sei es eine Wohnung oder ein Haus – für deinen Vierbeiner hundesicher gemacht werden. Es gilt einiges vorzubereiten, vor allem wenn ein Welpe einziehen soll. Denn dieser wird ganz neugierig auf seinen kleinen Pfötchen alles erkunden wollen. Schnuppern alleine wird da leider nicht ausreichen. Er wird mit seinen kleinen spitzen Zähnchen Gegenstände anknabbern, um sie besser kennen zu lernen. Denn es könnte ja was zu essen sein. Daher gilt es alles Empfindliche oder „Wertvolle“ erst einmal zu entfernen oder außer Reichweite aufzubewahren. Dies kann z.B. ein nagelneuer Teppich oder vielleicht dein teurer Lieblingsstuhl sein. Aber auch offen liegende Kabel können für so einen kleinen Rabauken schnell lebensgefährlich werden. Giftige Chemikalien, wie z.B. Putz- oder Reinigungssachen, sollten ebenso außer Reichweite sein, wie möglicherweise giftige Pflanzen im Haushalt.

Was darf mein Hund?

Neben den Vorbereitungen in den eigenen vier Wänden ist es ratsam schon vorab mit allen zusammenlebenden Personen zu klären, was der Neuankömmling alles dürfen soll. Darf er beim gemütlichen Fernsehschauen mit auf's Sofa? Wenn ja, soll er auf seiner Decke liegen, damit er seinen Platz kennt oder überall hin dürfen wie z.B. in deiner Lieblingsecke? Eine Frage, die bei einigen zu Zwiespalt führen kann; Darf der Hund mit im Bett schlafen? Soll er z.B. die Küche betreten dürfen? Oder ist dies ein Raum, der tabu ist? Vielleicht führen manche Fragen zu Unstimmigkeiten. Daher ist es ratsam sich bereits vorher darüber Gedanken zu machen und diese zu klären, ehe die Fellnase einfach auf das Sofa springt und dann erst einmal ausdiskutiert werden muss, ob er es darf oder nicht. In der Zeit hat er sich vielleicht schon gemütlich gemacht und ist in seinen Hundeträumen.

Braucht mein Hund eine Eingewöhnungszeit?

Wir kennen es manchmal von uns selbst. Fahren oder fliegen wir in den Urlaub, dauert es vielleicht eine gewissen Zeit bis wir angekommen sind und in den dortigen Rhythmus gefunden haben. So kann es auch einem Hund ergehen. Egal ob es nun ein Welpe oder ein bereits ausgewachsener Hund ist. Nicht nur ist die Umgebung neu und fremd, auch wir sind eine unbekannte Person, die es gilt kennen zu lernen. Versuche mit viel Ruhe Vertrauen zu deiner neuen Fellnase aufzubauen und sie an ihr nun neues Lebensumfeld zu gewöhnen.

Hat die Heimfahrt bereits gut geklappt, kannst du z.B. ihre Transportbox in der sie sitzt, in eine ruhige Ecke im neuen Zuhause stellen. Öffne ihre Tür und lasse sie sich erst einmal in Ruhe umsehen. Dein Hund wird von ganz alleine entscheiden, wann er soweit ist diese Box zu verlassen. Welpen werden sicherlich sofort stürmisch drauf losrennen und alle schwanzwedelnd und mit der feuchten Zunge abschleckend begrüßen. Doch gerade Hunde, die aus dem Tierheim kommen, können manchmal eher zögerlich sein. Je nachdem was sie bereits erlebt und hinter sich haben. Gib ihm die Zeit, die er benötigt.

Hat deine Fellnase nach der Erkundungstour genug, weil es ihr zu unruhig wurde oder sie von den vielen Eindrücken müde ist, hat sie mit der offenstehenden Hundebox einen Ort, an den sie sich jederzeit zurückziehen und ihre Ruhe haben kann.

Nachdem die ersten Pfotentapser ins neue Zuhause gemacht wurden, gilt es nun alle zusammenlebenden Personen kennen zu lernen, sein komplettes Revier zu erkunden und gemeinsam einen passenden Tagesablauf zu erstellen. Auch wenn es anfangs befremdlich sein mag, rede viel mit deiner neuen Fellnase. So lernt sie nicht nur deine Stimme kennen, sondern kann bestimmte „Wörter“ mit etwas verbinden z.B. dort steht das Fressen, da darf sie schlafen, jetzt geht es spazieren usw.

Merkst du, dass sich dein Hund soweit in sein neues Zuhause eingelebt hat und er bereit für neue Eindrücke ist, dürfen nun auch endlich weitere Leute vorgestellt werden. Denn sicherlich haben die Verwandtschaft, Freunde und Nachbarn sehnsüchtig und neugierig darauf gewartet, den Neuankömmling kennen zu lernen. Hat deine Fellnase genug von dem ganzen Trubel, lass ihr immer die Tür zu ihrem Rückzugsort offenstehen.

In der Ruhe liegt die Kraft

Nicht immer kann alles reibungslos funktionieren. Gerade am Anfang können „Fehler“ gemacht werden, die vielleicht Wochen später im Nachhinein zu beschämendem Kopfschütteln führen. Alles ist neu. Du musst vielleicht erst einmal lernen mit der neuen Situation umgehen zu können. Manches kann kräftezerrend sein. So z.B. der Welpe, der noch nicht stubenrein ist und alle zwei Stunden nach draußen gesetzt werden muss. Die sich um die Ohren gehauenen Nächte können schnell kräftezerrend werden. Vielleicht kennst du es bereits von einem Baby. Schöpfe aus den kleinen Erfolgsmomenten Kraft und denke dran, irgendwann hast du es geschafft und er ist stubenrein.
Aber auch bei einem „vorbelasteten“ Hund, kann es viel Geduld erfordern, ihm zu zeigen, dass seine bereits schlechten Erfahrungen nichts mit dir zu tun haben und er lernt dir zu vertrauen, dass er von dir nichts Schlimmes befürchten muss.

Das A und O in einem Leben mit einem Vierbeiner ist ihm sein Herz zu schenken und ein harmonisches Mensch-Hund Verhältnis aufzubauen, welches auf Respekt, Vertrauen, Ruhe und Verständnis basiert. Nur so kann ein glückliches und unvergessliches Leben mit deiner Fellnase funktionieren.

Fehlt dir doch noch was an der Grundausstattung kannst du im Blog-Beitrag "Auf den Hund gekommen - Grundausstattung für den Hund" nochmal alles Wichtige nachlesen.