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Speckkäfer im Hundefutter – wenn es im Kauartikel krabbelt

Grobys Futterkiste
2019-09-05 16:39:00 / News & Einblicke / Kommentare 0

Gerne kaufen wir auf Vorrat ein. Größere Mengen sind oftmals günstiger, vielleicht lockt gerade ein tolles Angebot oder wir möchten einfach auf der sicheren Seite sein und immer etwas da haben, bevor ein Notstand eintritt. Es gibt viele Gründe, mehr einzukaufen, als man im ersten Moment benötigt.

Doch all diese zunächst „unnützen“ Mengen können auch sogenannte Vorratsschädlinge anlocken. Für sie ist eine geballte Ladung schmackhafter Nahrungsmittel schließlich ein wahres Paradies. Für die nächste Portion muss nicht weit gekrabbelt werden: Man kann sich einfach durch die nächste Packung knabbern und hat direkt wieder etwas zu fressen.

Gerade bei Hundefutter, Leckerlis und getrockneten Kauartikeln kann das zum Problem werden.

Warum sollte nur unser Haustier auf getrocknete Leckereien stehen?! Käfer und Fliegen mögen sie genauso gerne.

Kleine schwarze Käfer im Hundefutter – was kann dahinterstecken?

Wenn plötzlich kleine schwarze Käfer im Hundefutter oder im Kauartikel entdeckt werden, ist der Schreck zunächst groß. Bei getrockneten tierischen Produkten können unter anderem Speckkäfer beziehungsweise deren Larven eine Rolle spielen.

Speckkäfer gehören zu den Vorratsschädlingen und sind besonders dort anzutreffen, wo tierische Produkte gelagert, verarbeitet oder getrocknet werden. Dazu können beispielsweise getrocknete Kauartikel, Tiernahrung, Felle oder andere tierische Materialien gehören.

Oftmals sind Lagerungsorte dunkel und nicht vollständig verschlossen. Kleine Öffnungen oder Lüftungsmöglichkeiten reichen unter Umständen aus, damit Insekten hineingelangen können.

Das kann ein kleinerer Verschlag in der Garage oder im Keller sein. Aber auch in den eigenen vier Wänden, in Verkaufslagerräumen, bei der Tierverarbeitung, auf Schlachthöfen oder in Trocknereien können geeignete Bedingungen entstehen.

Wie können Speckkäfer in den Kauartikel gelangen?

Kauartikel haben häufig einen langen Transportweg hinter sich: vom Schlachthof über die Trocknerei und den Handel bis hin zum Endverbraucher.

Gerade Speckkäfer lieben tierische Produkte. Unter ungünstigen Bedingungen können sich Käfer oder ihre Entwicklungsstadien in der Ware verstecken, dort Nahrung finden und sich weiterentwickeln.

Auch Fliegen können während Verarbeitung, Lagerung oder Transport eine Rolle spielen. Unter warmen Bedingungen können sich Insekten besonders schnell entwickeln.

Dunkle, warme Lagerorte bieten dabei grundsätzlich günstige Bedingungen für die Entwicklung vieler Insekten.

Wir als Händler können die Ware noch so genau überprüfen und angemessen lagern – leider lässt sich nicht immer alles vermeiden.

Eine Lieferung kann bei der Kontrolle zunächst völlig unauffällig sein. Befinden sich jedoch bereits Eier oder sehr kleine Larven in einem Produkt, sind diese mit bloßem Auge unter Umständen kaum zu erkennen.

Auch während eines längeren Transports oder einer Lagerung bei warmen Temperaturen können sich versteckte Entwicklungsstadien weiterentwickeln.

So kann es passieren, dass ein Kauartikel unser Lager in einem scheinbar einwandfreien Zustand verlässt und erst später beim Kunden Käfer oder Larven im Kauartikel sichtbar werden.

Welche Materialien befallen Speckkäfer?

Speckkäfer ernähren sich vor allem von tierischen Materialien. Dazu können unter anderem Tiernahrung, getrocknete tierische Produkte, Felle oder andere eiweiß- und fetthaltige Materialien gehören.

Für die Entwicklung benötigen die Larven geeignete Nährstoffe. Besonders interessant sind tierische Materialien mit entsprechendem Eiweiß- und Fettanteil.

Fehlt diese Nahrungsquelle, können je nach Speckkäferart auch andere Materialien interessant werden.

Deshalb sollte man bei einem möglichen Speckkäferbefall im Hundefutter nicht nur die offensichtlich betroffene Packung betrachten, sondern auch die umliegenden Vorräte kontrollieren.

Wie ist ein Speckkäferbefall zu erkennen?

Ein Speckkäferbefall ist nicht immer sofort eindeutig zu erkennen.

Besonders auffällig können zunächst die Larven sein. Diese sind länglich und häufig behaart. Je nach Entwicklungsstadium können sie unterschiedlich groß sein.

Auch Häutungsreste oder andere Rückstände können auf einen Befall hinweisen.

Später entwickeln sich die Larven über mehrere Stadien weiter und verpuppen sich. Aus den Puppen schlüpfen schließlich die erwachsenen Käfer.

Die ausgewachsenen Tiere sind bei verschiedenen Speckkäferarten häufig klein, oval und dunkel gefärbt. Genau deshalb werden sie nicht selten einfach als kleine schwarze Käfer im Hundefutter beschrieben.

Wichtig: Nicht jeder kleine schwarze Käfer, der in Hundefutter oder einem Kauartikel gefunden wird, ist automatisch ein Speckkäfer. Für eine sichere Bestimmung kann eine fachkundige Untersuchung erforderlich sein.

Was tun, wenn Käfer im Kauartikel entdeckt wurden?

Wenn du Käfer im Kauartikel oder Larven in einem Produkt entdeckst, solltest du zunächst das betroffene Produkt nicht weiter verfüttern und den Fund dokumentieren.

Fotos von Käfern, Larven, Verpackung, Charge und Mindesthaltbarkeitsdatum können bei der weiteren Klärung sehr hilfreich sein.

Anschließend sollten auch andere Kauartikel und Futtermittel kontrolliert werden, die in unmittelbarer Nähe gelagert wurden.

Besonders wichtig sind dabei:

  • Trockenfutter
  • Leckerlis
  • getrocknete Kauartikel
  • Knochen und ähnliche Produkte
  • bereits geöffnete Futtermittel
  • Vorräte, die gemeinsam im Schrank oder Behälter gelagert werden

Denn ein Vorratsschädling hält sich nicht unbedingt an die eine Packung, in der er zuerst entdeckt wurde.

Können befallene Kauartikel eingefroren werden?

Das Einfrieren wird häufig als Möglichkeit genutzt, um Insekten und deren Entwicklungsstadien abzutöten. Ob ein betroffener Kauartikel anschließend noch verfüttert werden sollte, hängt allerdings vom konkreten Produkt und dem Ausmaß des Befalls ab.

Wenn ein Produkt deutlich befallen, verschmutzt, beschädigt oder anderweitig verändert ist, sollte es nicht mehr verfüttert werden.

Bei einem nur vermuteten oder geringfügigen Befall kann es sinnvoll sein, sich zunächst beim Hersteller oder Händler zu informieren, bevor man selbst über die weitere Verwendung entscheidet.

Es ist erstaunlich, wie viele Larven oder Entwicklungsstadien sich in einem Produkt verstecken können, obwohl bei einer ersten Kontrolle kaum etwas zu erkennen ist.

Wie kann einem Speckkäferbefall vorgebeugt werden?

Ein wichtiger Punkt bei der Vorbeugung ist die richtige Lagerung von Kauartikeln und Hundefutter.

Speckkäfer und andere Vorratsschädlinge können unter Umständen auch Verpackungen beschädigen. Kleine Löcher in Kunststoffverpackungen können deshalb ein Hinweis darauf sein, dass genauer hingeschaut werden sollte.

Am besten werden Kauartikel in gut verschließbaren, geeigneten Behältern aufbewahrt.

Außerdem empfiehlt es sich, nicht deutlich mehr einzukaufen, als innerhalb eines überschaubaren Zeitraums benötigt wird. Große Vorräte sind praktisch, erhöhen aber gleichzeitig die Menge an Nahrung, die für einen möglichen Vorratsschädling zur Verfügung steht.

Auch die Lagerbedingungen spielen eine Rolle.

Kauartikel sollten möglichst:

  • trocken,
  • sauber,
  • gut verschlossen,
  • vor direkter Wärme geschützt und
  • regelmäßig kontrolliert

gelagert werden.

Sehr warme und schlecht kontrollierte Lagerorte sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Ein Loch in der Verpackung – ist das ein Speckkäfer?

Kleine Löcher in einer Verpackung können verschiedene Ursachen haben. Sie können beispielsweise durch mechanische Beschädigungen beim Transport entstehen.

Findest du jedoch gleichzeitig kleine schwarze Käfer, Larven oder andere auffällige Spuren, lohnt sich eine genauere Kontrolle.

Auch deshalb ist es sinnvoll, Kauartikel nach dem Einkauf nicht einfach irgendwo im Keller oder in der Garage zu lagern, sondern regelmäßig einen Blick auf die Vorräte zu werfen.

Weißer Belag auf dem Kauartikel – Schimmel oder Eiweiß?

Nicht nur Käfer sorgen bei Hundehaltern immer wieder für einen Schrecken.

Manchmal melden sich Kunden, weil sie vermeintlichen Schimmel auf einem Kauartikel entdeckt haben.

Ein weißlicher Belag muss allerdings nicht zwangsläufig Schimmel sein. Bei bestimmten tierischen Produkten kann sich unter bestimmten Lagerbedingungen auch ausgetretenes tierisches Eiweiß zeigen.

Deshalb sollte ein weißer Belag nicht allein aufgrund seiner Farbe beurteilt werden.

Schimmel kann beispielsweise mit Veränderungen des Geruchs, der Oberfläche und der Konsistenz einhergehen. Bei Unsicherheit sollte ein auffälliger Kauartikel nicht verfüttert und fachkundig beurteilt werden.

Lieber einmal zu viel nachfragen als einen auffälligen Kauartikel verfüttern.

Was tun, wenn du dir unsicher bist?

Du hast kleine schwarze Käfer im Hundefutter entdeckt? Oder etwas krabbelt plötzlich aus einem Kauartikel?

Dann muss man nicht sofort in Panik geraten. Wichtig ist zunächst, das betroffene Produkt beiseitezulegen und sich den Fund genauer anzusehen.

Auch bei einem weißen Belag auf einem Kauartikel kann ein Foto bei der ersten Einschätzung hilfreich sein.

Bist du dir unsicher, schicke uns gerne Fotos und wir schauen gemeinsam nach einer möglichen Lösung. Egal, ob es um einen Käfer, eine Larve oder einen auffälligen weißen Belag auf einem Kauartikel geht.

Denn eines ist sicher:

Ungebetene Mitesser möchte schließlich niemand im Hundekauartikel haben.