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Welches Obst und Gemüse dürfen Hunde essen? Liste und Überblick giftiger Sorten

Grobys Futterkiste
2022-11-14 10:55:00 / Ernährung & Futterwissen / Kommentare 0

Wir teilen immer mehr mit unserem geliebten Hund. Längst ist er nicht mehr nur ein Haustier, sondern ein vollwertiges Familienmitglied geworden. So bleibt es nicht aus, dass unser Liebling nicht nur das Bett mit uns teilt, sondern auch mal etwas von unserem Essen abbekommt. Doch welches Obst und Gemüse dürfen Hunde eigentlich essen – und welche Sorten sind giftig oder sogar lebensgefährlich?

Obst und Gemüse liefern wichtige Ballast- und Mineralstoffe sowie Vitamine. Doch nicht alles, was uns Menschen schmeckt und guttut, ist auch für unsere Hunde geeignet. Damit es gar nicht erst zu einer Vergiftung kommt, findest du hier eine vollständige Liste und Tabelle, welches Obst und Gemüse für Hunde erlaubt ist und welches nicht – inklusive Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Thema.

Obst und Gemüse ist nicht nur im gekauften Hundefutter bereits enthalten, sondern wird auch gerne als Teil der Rohfütterung ergänzt und als knackiger, frischer Snack zwischendurch gegeben.

Obst und Gemüse für Hunde: Die Liste mit unbedenklichen Sorten

Hier die Übersicht, welches Obst und Gemüse für Hunde unbedenklich ist. Folgendes Gemüse und Obst gilt nur im reifen Zustand als geeignet:

  • Äpfel (ohne Kerne): enthalten besonders viele Vitamine und Pektin

  • Aprikosen (ohne Kern)

  • Bananen: liefern Calcium und Magnesium, sind aber sehr zuckerhaltig

  • Birnen: nur überreif füttern

  • Blattsalat

  • Brokkoli

  • Brombeeren: können die Leber entgiften

  • Chinakohl: in kleinen Mengen

  • Erdbeeren

  • Fenchel

  • Gurken (ohne Kerne)

  • Kartoffeln: nur gekocht

  • Kohlrabi: in kleinen Mengen

  • Kürbis

  • Mangold: nicht für Hunde mit Neigung zu Nieren- und Blasensteinen

  • Maniok

  • Möhre

  • Orange/Mandarinen: enthalten viel Calcium, Phosphor und Vitamin C

  • Nektarinen (ohne Kern)

  • Pflaumen (ohne Kern)

  • Pfirsich (ohne Kern)

  • Rote Beete: in kleinen Mengen und nicht für Hunde mit Neigung zu Nieren- und Blasensteinen

  • Rübe

  • Sellerie

  • Spargel

  • Spinat: gedünstet und nicht für Hunde mit Neigung zu Nieren- und Blasensteinen, hoher Eisen- und Vitamingehalt

  • Topinambur

  • Wassermelone

  • Zucchini

Diese Obst- und Gemüseliste für Hunde deckt die gängigsten Sorten ab, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Damit deine Fellnase die Vitamine und Nährstoffe besser aufnehmen und verwerten kann, empfiehlt es sich, das Gemüse für Hunde püriert zu verfüttern. Das hat auch den Vorteil, dass es bei mäklig fressenden Hunden unter das Nassfutter gemischt werden kann. Trotzdem freuen sich Hunde zwischendurch auch über knackige, frische Snacks in größeren Stücken – so wird der Kautrieb befriedigt.

Möchtest du es mit dem Obst und Gemüse ganz einfach und unkompliziert handhaben, empfehlen wir den fertig gefrorenen Früchtemix, Gemüsemix gelb oder grün oder den Obst/Gemüse Mix.

Welches Obst und Gemüse dürfen Hunde nicht essen? Giftiges Obst und Gemüse im Überblick

Natürlich gibt es neben dem gesunden und unbedenklichen Gemüse und Obst auch giftige beziehungsweise lebensgefährliche Sorten, bei denen äußerste Vorsicht geboten ist. Manche dürfen nur roh nicht gefüttert werden, gekocht aber schon. Andere sollten ganz vom Speiseplan gestrichen werden.

  • Apfelkerne: enthalten die gefährliche Blausäure und sollten beim Verfüttern eines Apfels immer entfernt werden.

  • Aubergine: aufgrund des Solaningehalts niemals roh füttern. Gekocht verringert sich der Gehalt, dennoch nur kleine Mengen oder am besten ganz darauf verzichten.

  • Avocado: Eine Überdosis des enthaltenen Persin kann zu einer Herzmuskelschwäche bis hin zum Tod führen. Welche Menge ein Hund fressen müsste, ist unklar – bereits kleine Mengen können Durchfall und Erbrechen auslösen.

  • Johannisbeere: enthält Benzoesäure, die erst bei größeren Mengen schädlich ist. Es kann zu Erbrechen oder epileptischen Anfällen kommen.

  • Knoblauch: In höheren Mengen können die enthaltenen Schwefelverbindungen die roten Blutkörperchen zerstören und Vergiftungen auslösen. In geringen Mengen gilt Knoblauch allerdings als gesundheitsfördernd, da er antiviral und antibakteriell wirkt.

  • Kartoffeln, Paprika, Tomaten: alle drei enthalten den toxischen Stoff Solanin. Kartoffeln daher nie roh verfüttern, bei Tomaten nur reife Früchte ohne grünen Stielansatz geben, bei Paprika immer nur kleine Mengen roter Sorten – der Solaningehalt ist in grünen Paprika und grünen Stielen am höchsten.

  • Kirschen: Gefährlich wird es, wenn der Kern zerkaut wird. Er enthält Blausäure, die zu Bauchkrämpfen, Durchfall bis hin zum Atemstillstand führen kann.

  • Kohlsorten (Weiß-, Rot-, Wirsing-, Blumen- oder Grünkohl): Das enthaltene Thiocyanat unterdrückt die Schilddrüsenfunktion und führt roh gefüttert zu Blähungen und Bauchkrämpfen. Gekocht dürfen kleine Mengen verfüttert werden.

  • Lauch und Zwiebel: Beide sind roh besonders giftig, gekocht aber ebenfalls noch. Die enthaltenen Sulfide zerstören die roten Blutkörperchen und führen zu einer Anämie. Erste Symptome sind Durchfall und Erbrechen, bei schwerer Vergiftung folgen Appetitlosigkeit, Schwäche und beschleunigte Herzfrequenz.

  • Pilze: Wie bei uns Menschen können giftige Pilze schwere Folgen haben. Symptome können Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, aufgeblähter Bauch, Herzrasen, Schlappheit, vermehrter Speichelfluss, Zittern, Krämpfe und unkoordinierte Bewegungen sein.

  • Rhabarber: Die enthaltenen Oxalate binden das Calcium im Körper, senken so den Calciumspiegel und können zu Magen-Darm-Entzündungen, Nierenschäden und im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen.

  • Rohe Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen, Kichererbsen): Roh enthalten sie Phasin, ein zuckerbindendes Eiweiß, das zur Verklumpung der roten Blutkörperchen führt. Erbrechen, Bauchkrämpfe, blutiger Durchfall und Fieber können die Folge sein. Auch gekocht können sie in größeren Mengen zu Blähungen und Verstopfung führen.

  • Weintrauben und Rosinen: besonders toxisch und lebensgefährlich. Je nach Dosis können Magenkrämpfe, Erbrechen, Durchfall bis hin zum Nierenversagen auftreten, im schlimmsten Fall bis zum Tod. Rosinen haben durch den getrockneten Zustand eine höhere Konzentration – hier reicht schon eine geringe Menge. Mehr über Rosinen erfährst du in Grobys Blog.

Was dürfen Hunde essen? Übersicht: Gekocht, roh oder gar nicht

Damit du die wichtigsten Fütterungsregeln auf einen Blick hast, fassen wir hier zusammen, was dürfen Hunde essen und in welcher Form:

  • Roh unbedenklich: Möhre, Gurke, Fenchel, Sellerie, Blattsalat, reife Äpfel, Beeren, Wassermelone

  • Nur gekocht füttern: Kartoffeln, Kohlsorten, Aubergine, Rote Beete, Spinat

  • Nur in kleinen Mengen: Chinakohl, Kohlrabi, Rote Beete, Mangold, Paprika

  • Niemals füttern: Weintrauben, Rosinen, Avocado, Zwiebeln, Lauch, rohe Hülsenfrüchte, Kerne von Stein- und Kernobst, Rhabarber, Pilze

Wieviel Obst und Gemüse darf mein Hund am Tag fressen?

Wie viel Obst und Gemüse für Hunde am Tag sinnvoll ist, hängt von der Fütterungsart und der individuellen Ration ab. Als grobe Orientierung gilt bei den meisten Fütterungskonzepten: Als Ergänzung zur Hauptmahlzeit oder als gelegentlicher Snack sollte der Anteil von Obst und Gemüse etwa 10 Prozent der Tagesration nicht überschreiten. Wird Obst und Gemüse dagegen als fester Bestandteil einer BARF-Ration verfüttert, wird häufig mit rund 20 bis 30 Prozent des Gesamtfutters gerechnet – davon der überwiegende Teil Gemüse und nur ein kleinerer Teil Obst, da Obst mehr Fruchtzucker enthält.

In jedem Fall gilt: Führe neue Sorten langsam und in kleinen Mengen ein, beobachte die Verträglichkeit und sprich im Zweifel mit deinem Tierarzt oder einer Ernährungsberatung, wenn du eine genaue Menge für deinen Hund festlegen möchtest.

Häufig gestellte Fragen zu Obst und Gemüse für Hunde

Welches Obst dürfen Hunde nicht essen?

Tabu sind vor allem Weintrauben und Rosinen (können zu Nierenversagen führen), Avocado (enthält das herzschädigende Persin), sowie die Kerne von Kirschen, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsichen und Äpfeln, da sie Blausäure enthalten. Auch rohe Kartoffeln, grüne Paprika und rohe Auberginen enthalten Solanin und sollten nur gekocht und in kleinen Mengen gefüttert werden.

Darf man rohes Gemüse für Hunde füttern, oder muss es gekocht werden?

Viele Gemüsesorten – etwa Möhre, Gurke, Fenchel oder Sellerie – dürfen roh gefüttert werden, am besten fein geraspelt oder püriert, damit dein Hund die Nährstoffe besser aufnehmen kann. Andere Sorten wie Kartoffeln, Kohl oder Aubergine solltest du dagegen immer als gekochtes Gemüse an deinen Hund verfüttern, da roh enthaltene Stoffe wie Solanin oder Thiocyanat sonst zu Verdauungsproblemen führen können.

Wie lange sollte man Gemüse für den Hund kochen?

Als Faustregel reicht es, Gemüse wie Kartoffeln, Kürbis oder Kohl so lange zu kochen oder zu dünsten, bis es weich ist – meist genügen 10 bis 15 Minuten, je nach Sorte und Stückgröße. Wichtig ist, das Gemüse ungewürzt zuzubereiten und vor dem Füttern gut abkühlen zu lassen.

Ist getrocknetes Gemüse für Hunde geeignet?

Ja, schonend getrocknetes Gemüse eignet sich gut als kalorienarmer Kau-Snack und ist praktisch, weil es lange haltbar ist. Achte darauf, dass es ungewürzt und ohne Zusatzstoffe ist. Da getrocknetes Gemüse stark komprimiert ist, reichen kleinere Mengen als bei frischem Gemüse.

Welches Gemüse eignet sich für Hunde zum Abnehmen?

Kalorienarme, wasserreiche Gemüsesorten wie Gurke, Zucchini, Kohlrabi oder Blattsalat sind eine gute Wahl, wenn dein Hund abnehmen soll: Sie sorgen für ein Sättigungsgefühl, ohne viele Kalorien zu liefern, und können einen Teil der gewohnten Futtermenge sinnvoll ergänzen. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung solltest du aber immer mit deinem Tierarzt abstimmen.

Genauso wie Gemüse und Obst unterschiedliche Auswirkungen im Körper haben können, kann sich auch der Körper jedes Hundes unterschiedlich verhalten. So kann dein Hund auf ein Gemüse oder Obst reagieren, wo andere Hunde keine Unverträglichkeiten zeigen. Beobachte deinen Hund daher genau – so lernst du ihn und sein Nahrungsspektrum kennen, wenn du neue Sorten auf den Speiseplan setzt.

Und nicht zu vergessen: Die Dosis macht das Gift. Manche Hunde reagieren schneller auf etwas Falsches, andere später. Wichtig ist zu wissen, was dein Hund gefressen hat, eventuell wie viel, und bei ersten Vergiftungssymptomen direkt einen Tierarzt zur weiteren Klärung aufzusuchen.

Hierbei handelt es sich nur um eine einfache Auflistung. Es sind nicht alle Sorten genannt, und es wird keine Gewähr übernommen.